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Ein einsamer NDR und Mitte der 80er der erste kommerzielle Landesweite Namens FFN und nur drei Fernsehprogramme.
Beste Zeit für einen Lokalsender: Da die gesetzlichen Möglichkeiten noch nicht gegeben waren, brüteten einige Insulaner einen Plan für einen Piratensender aus. Ein quarzstabilisierter Stereosender mit einigen Watt Ausgangsleistung besorgte man sich in Holland. Weil die Initiatoren ständig auf der Hut vor der Post waren, sendete man von entlegenen Winkeln der Insel. Die Einschaltquoten waren so hoch, dass in kürzester Zeit der Sender bekannt wurde. Jedes Wochenende Schreitete man zur Tat und moderierte seine Sendung. Probleme gab es nur, wenn der Peilwagen von der Post sich anmeldete, aber am Schiff hatte man ein offenes Auge, welches die Gefahr sofort erkannte und weiterleitete.
 
Acht Monate als Pirat ON AIR
Vom August 1986 an wurde nun regelmäßig mittwochs und samstags ein mehrstündiges Programm gesendet. Das erste Studio befand sich in der Moltkestraße im Schlafzimmer von Michael. Später verlagerte man den Standpunkt ins Zimmer von Stephan Schorn, wo dann die Initiatoren am 11. April 1987 um 16:58 Uhr von der Fernmeldeabteilung der Post mit Polizeischutz aufgedeckt wurden. Im November des Jahres wurden sechs Betreiber zu einer Geldstrafe von 500.- DM verurteilt.
Das Material, also Sender und Equipment, wurden einbezogen. In den Monaten danach wurden Spendenaktionen und eine Unterschriftensammlung durchgeführt, die an die 5850 Unterschriften beinhaltet und noch heute im Besitz des Sender ist.
 
Erste offizielle Sendung mit genehmigter Lizenz und Sendeanlage der Post 1994
Das Leben danach war geprägt von verschiedenen Exkursionen, während Michael andere Lokalfunkstationen wie Radio7, Filstalwelle und Radio Lippe aufsuchte, um sein Wissen wie Studio- und Aufnahmetechnik zu erweitern. Stefan Schorn und Stephan Johanni arbeiteten derweil am Verwaltungsapparat. Es wurde viel geschrieben und getan, so dass es 1989 zum ersten Mal zu einer Anhörung der AK-Medien der damaligen CDU/FDP-Regierungskoalition im Landtag in Hannover kam. Die Initiatoren kamen mit einem Selbsterstellten Gesetzentwurf für den Lokalfunk in Niedersachsen zum Termin. Die Landesvorstände der Verleger, des Einzelhandels, des Städte- und Gemeindeverbundes, Vertreter aus Werbung und Wirtschaft, sowie Radio SWS, stellvertretend für alle Anbieter, brachten hier Ihre Standpunkte zur Sprache. Ganz klar gegen Lokalradio, finanziert durch Werbung, sprach sich der Nordwestdeutsche Zeitungsverband aus. Dieser Verband hat bis heute erreicht , dass es in Niedersachsen keinen Lokalfunk mit Werbeanteilen gibt. Bis zum heutigen Tag wird von der jeweiligen Regierung lediglich Veranstaltungsrundfunk mit Werbung und offene Kanäle (Bürgerfunk) ermöglicht. In der Bundesrepublik ist Niedersachsen das einzige Land, das keinen kommerziellen Lokalfunk vorweisen kann.
1994 wurde zum Surf Cup zu Pfingsten die erste offizielle Ausstrahlung gestartet.
Gesendet wurde aus dem zwei Jahre alten Studio im Haus der Begegnung an der Mühle 6. Von den damaligen Geschäftsführern waren Stefan Johanni und Stephan Schorn aus beruflichen Gründen abgetreten. Co-Moderator Holger Nanninger ist inzwischen bei Radio Bremen. Holger Karow und Michael Wurpts haben 1996 den Betrieb umstrukturiert und neu organisiert. Pro Jahr wurden mehrere Veranstaltungsrundfunktermine wahrgenommen. Der Sender finanziert sich durch Werbeeinnahmen und Showauftritte wie Feten, Stadtfeste, Sportevents u.v.m. Die Ausstrahlung erfolgt nur auf der Insel Norderney. Die Lizenzklasse 3 für Telekomunikation und Post wurde 2000 erworben.
Bisher mussten wir Sender und Antenne immer bei dem Ex-Monopolist Deutsche Telekom sehr teuer mieten. Radio SWS darf seit 2001 eigene Sendeanlagen errichten und auch für andere Lokalradios Sendeanlagen anbieten. Seit 2002 sendet Radio SWS im Sommer ganz durch, jede Veranstaltung wird wahrgenommen.
Der Sturmwellensender hat für das Jahr 2003 wieder einen bedeutenden Schritt errungen: Das neue Strandstudio am Nordstrand der Insel. In Zusammenarbeit mit dem Staatsbad ist es gelungen, einen Pachtvertrag über den neuen Standort zu unterzeichnen.
Im Gebäude am Nordstrand befindet sich unter anderem die Strandaufsicht mit Rettungsschwimmern, Umkleidekabinen sowie ein Schnellimbiss. Das Strandstudio ist an der gesamten deutschen Küste einmalig. Es ermöglicht Live-Sendungen, redaktionelle Arbeit und ist beliebter Anlaufpunkt für interessierte Insulaner und Gäste . Die Audiosignale werden per Streaming zum Hauptstudio 1 im Haus der Begegnung übertragen. Gesendet wird weiterhin von dort.
Ende 2004 Entlassung des Gesellschafters Michal Wurpts aus der Sturmwellensender GmbH.
Neben Zuhörern und Gästen besuchen auch prominente Studiogäste wie Künstler und Politiker wie der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und Bundesarbeitsminister Franz Müntefering sowie zahlreiche Politiker aus dem lokalen Umfeld das Strandstudio.
2010 Aufgabe des Medienhauses 2011 war die letzte Sendung aus dem Strandstudio, 2012 Neuerstellung des Studios an der Mühle.
Winter 2013 Vorstellung des Küstenradios in Hannover Holger und Jean präsentierten Radio SWS, Nach heißem Konkurrenzkampf mit der Nordsee GmbH ,Einigung mit dieser und Verzicht auf die Ausschreibung Küstenradio bei der NLM.
2014 das letzte Jahr wo Radio SWS veranstaltungsrundfunk durchführen wir. Seit 2015 wird für Radio Nordseewelle, die Sendeanlage von SWS Norderney 104 MHz betrieben und das Nordseewelle Programm ausgestrahlt. Seit 2019 gibt es Sturmwellensender-Retro als Internetradio.

 

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